ARG004:
Affen-Rehabilitationszentrum
Ort:
in den Sierras von
Córdoba / Argentina, ca. 80 km nördlich
von Córdoba Stadt, auf einer Höhe von ca.
1.325 m
Farmtyp:
keine Farm, sondern ein Rehabilitationszentrum
für Primaten
Transport:
Öffentlicher Bus bis zum nächst gelegenen
Dorf, ca. 11 km entfernt. Reststrecke mit dem Taxi durch
die Berge bzw. mit dem Personal des Rehabilitationszentrum.
Beginn/Dauer:
Jederzeit möglich. Ab 4 Wochen Dauer.
Projekt-Beschreibung:
Das Affen-Rehabilitationszentrum wird von einer kleinen
privaten Stiftung betrieben, die sich durch Spenden,
öffentlichen und staatlichen Zuschüssen, durch
Eintrittsgelder von Besuchern und durch einen Beitrag
der internationalen Volunteers. Das Zentrum
besitzt mehrere Gruppen freilebender Carayá-Affen
(Spezies „Alouatta Carayá“) mit insgesamt
ca. 86 Primaten. Neuankommende Tiere werden eine Zeitlang
im Gehege gehalten, um sie langsam an die fremde Umgebung
und anderen Tiere zu gewöhnen. Die Affengruppen
leben in unterschiedlichen Teilen des Geländes,
in einem Beobachtungsbereich, in einer Baumgruppe und
in einem Waldabschnitt.
Daneben gibt es auch zwei bis drei Pumas und einen Löwen
im Gehege sowie mehrere Hunde, Enten usw.
Das Rehabilitationszentrum existiert seit über
10 Jahren und nimmt Affen aus dem ganzen Lande auf,
die vormals als Haustiere gehalten wurden oder aus Labors
gerettet wurden bzw. bei illegalem Tierhandel konfiziert
worden sind. Diese Affengattung ist nicht in der Provinz
Córdoba heimisch, sondern kommt in Nordargentinien
vor. Es ist das erste Affen-Rehabilitationsprogramm
in Argentinien und das einzige in der Provinz Córdoba.
Das Ziel ist die Rettung dieser Affengattung, die Reproduktion
der Affen zum Artenschutz und die spätere Auswilderung.
Das Zentrumspersonal mit mind. 2 Personen, die das ganze
Jahr permanent auf der Station anwesend sind, lebt in
einem Haus auf dem Gelände, in dem sich auch die
Küche und der Speiseraum für die Volunteers
befindet. Es sind ständig ein paar argentinische
wie auch internationale Volunteers im Zentrum beschäftigt.
Die Volunteers selbst übernachten in einer kleinen
rustikalen Hütte auf dem Gelände.
Das Zentrum ist täglich für
Besucher geöffnet, denen die Arbeit des Zentrum
in einem Rundgang vorgestellt wird. Insbesondere in
der Sommer- und Ferienzeit im Januar/Februar wie auch
in den Osterferien und im Winter Mitte Juli ist das
Zentrum Ziel vieler argentinischer Touristen und Familien
mit Kindern, die einen Tagesausflug in die Sierras unternehmen
und dabei das Affenzentrum besuchen.
Aufgaben
der Volunteers: Mithilfe bei allen anfallenden
täglichen Arbeiten. Tiere füttern und betreuen,
Gehege säubern und reparieren, Installationen auf
dem Gelände errichten und warten, Besucher herumführen
und betreuen.
Voraussetzungen: Unter
den einheimischen Volunteers sind oftmals Biologie-Studenten,
die Ihre Abschlussarbeit über Primaten schreiben
oder an Forschungsprojekten teilnehmen. Der internationale
Volunteer muss nicht unbedingt Biologie, Veterinärmedizin
oder ähnliches studieren, um hier mitarbeiten zu
können. Das Projekt steht allen Tier- und Naturliebhabern
offen, die gerne die freie Natur geniessen und Spass
im Umgang mit Tieren und Primaten haben. Man sollte
physisch gesund sein und auch eine Zeitlang auf Komfort
verzichten können gegen den Genuss des einfachen,
rustikalen Landlebens.
Der Teilnehmer sollte über eine Tetanus-Impfung
verfügen.
Die notwendigen Spansichkenntnisse werden vorab in einem
4-wöchigen Intensivkurs in Córdoba Stadt
erworben.
Unterkunft/Verpflegung:
Die Volunteers werden in einer rustikalen Hütte
auf dem Gelände des Zentrums untergebracht. 2-4
Volunteers teilen sich ein Zimmer. Die Volunteers erhalten
Vollpension durch die Zentrumsleitung. Gegessen wird
gemeinsam im Haus der Leitung.
Aufpreise / Verlängerungen:
Eine Verlängerungswoche im Zentrum wird mit Euro
120,- inklusive Vollpension berechnet.
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